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04.03.2017  13:30
Frontstadt Donezk –
Die unerwünschte Republik

Im Westen hält sich der Narrativ einer Region unter „pro-russischer separatistischer Kontrolle“, beherrscht von „maskierten Terroristen“, die von „Russland unterstützt, wenn nicht sogar gesandt wurden“, um im Auftrag des Kreml die Ukraine zerstören. Was ist dran an dieser These? Was ist Realität und was ist Paranoia der meisten Medien und Politiker im Westen? Dieser Film wirft einen Blick in das Innere der Republiken. [Quelle: free21.de] JWD

Von Andrea Drescher  | Quelle: Free21 |  02.03.2017


Screenshot  |  Quelle: free21.de

12 Monate Dreharbeiten in Donezk und Umgebung gehen der Frage nach: Was ist die Donezker Volksrepublik? Wie ist sie und wie lebt es sich dort? Dieser Film zeigt in 13 thematischen Blöcken die Sicht von der „anderen Seite“. Es ist der persönliche Blick eines Deutschen, der seit 2 Jahren in der Konfliktzone lebt und von dort die Ereignisse verfolgt

Profilbild von Andrea Drescher
Andrea Drescher     Quelle: free21.de (verlinkt]

Dieser Film wird es schwer haben. Er bezieht keine „richtige“ Position, folgt keinen Narrativ. Er stellt sich weder klar auf die Seite der Donezker Volksrepubliken – in dem er die ukrainische Regierung in Grund und Boden verdammt, noch macht er sich bei eben dieser Regierung irgendwelche Freunde. Dafür sind seine Aussagen doch zu kritisch.

Im Mainstream ist der Autor und Dokumentarfilmer „verbrannt“. Nach fast schon diffamierender Berichterstattung durch ARD & ZDF aufgrund der angeblichen Finanzierung durch Putins‘ Russland wird er sicher kaum eine Chance haben, im Abendprogramm ausgestrahlt zu werden. Selbst nach 23.55 Uhr wird kein Sendeplatz zu finden sein.

In der alternativen Szene wird er wohl auch nur auf leisen Widerhall stoßen. Die Friedenaktivisten, die 2014 noch aufgrund des drohenden Krieges in der Ukraine auf die Straße gegangen sind, haben das Thema scheinbar mehrheitlich aus dem Auge verloren. Syrien, Jemen, Ramstein und Trump … die Menschen in der Ukraine sind da nur noch eine Randerscheinung.

Den aktiven Unterstützern der Volksrepubliken in Donezk und Lugansk (DPR und LPR) bietet er vordergründig nichts Neues. Sie stehen ja ständig mit den Menschen in den Kriegsgebieten in Kontakt und sind laufend über die aktuellen Katastrophen informiert. Dass der Krieg nur einen – überraschen geringen – Teil des dortigen Lebens ausmacht, weiß man erst, wenn man den Film gesehen hat.

Russlandgegner schauen ihn sich schon aus Prinzip nicht an. Russisch finanzierte Propagandafilme können ja keine nützlichen Informationen bieten. Das der Autor den Film allein vorfinanziert und bis jetzt noch 70% fehlen, um die Kosten zu decken, spricht eigentlich gegen eine Unterstützung aus Moskau.

Dieser Film hat es schwer. Er sitzt „zwischen allen Stühlen“ – wie wohl auch sein Autor.
 





Screenshots  | Quelle: free21.de

"Frontstadt Donezk - Die unerwünschte Republik"- Ein Film von Mark Bartalmai

Weit über zwei Stunden geballte Informationen aus einem Land, das die wenigsten hier im Westen kennen. Informationen über Menschen und ihre ganz konkreten Lebenssituationen aus einem Kriegsgebiet, aus einer Lebensnormalität, die teilweise mindestens so überrascht wie der Unterschied zwischen West- und Ostaleppo, den wir in den letzten Monaten zur Kenntnis nehmen mussten. Es bedarf solcher Filme, damit wir so etwas überhaupt zur Kenntnis nehmen können.

Dieser Film hat es schwer. Das macht ihn in meinen Augen so sehenswert. [...]  

Link zum Originaltext bei ' free21.de '  ..hier  |  Flyer (PDF) ..hier
 



Quelle: NuoViso.TV via Youtube  |  veröffentlicht 21.01.2017  |  Film von Mark Bartalmai

TRAILER "Frontstadt Donezk - Die unerwünschte Republik"
 

Donezk. Sommer 2016. Die Republiken bestehen seit 2 Jahren. Und seit 2 Jahren bestimmt der Krieg diese Region.

Der Donbass ist ein Mysterium für viele. Ein blinder Fleck, wenn es um die alltägliche Realität geht. Man weiß von Artilleriebeschuss und von Heldengeschichten, man weiß von humanitärer Katastrophe und Leid, man weiß von „militärischer Lage“. Man weiß von Sensationen und Emotionen. Was sonst weiß man? Nichts! Niemand kennt die wirklichen Details. Sie werden nicht thematisiert in den Abendnachrichten oder in Reportagen zur besten Sendezeit. Also existieren sie nicht.

Im Westen hält sich immer noch der Narrativ einer Region unter „pro-russischer separatistischer Kontrolle“, beherrscht von „maskierten Terroristen“, die von „Russland unterstützt, wenn nicht sogar gesandt wurden“, um im Auftrag des Kreml die Ukraine zerstören. Dieser Film wirft einen Blick in das Innere der Republiken. Was ist Realität und was ist Paranoia? 12 Monate Dreharbeiten in Donezk und Umgebung gehen der Frage nach: Was ist die Donezker Volksrepublik? Wie ist sie und wie lebt es sich dort?

Filmpremiere am 3. Februar in Berlin: http://www.babylonberlin.de/frontstad...

DVD bestellen: http://www.nuovisoshop.de/collections...

Leider haben wir mit unserem Spendenaufruf zur Refinanzierung des Filmes "Frontstadt - Die unerwünschte Republik" nur 35% der Kosten einspielen können. Aus diesem Grunde kann der Film vorerst (noch) nicht auf YouTube veröffentlicht werden (wie angekündigt), sondern wird zunächst auf DVD erhältlich sein und in diversen Kinos zu sehen sein.

Sobald wir auf diesem Wege die Kosten wieder rein haben, damit wir auch die nächsten Filmprojekte finanzieren können, die schon in der Pipeline stehen, werden wir den Film wie immer kostenfrei im Netz präsentieren.

BITTE HELFT UNS DABEI! Unsere Arbeit ist ganz allein VON EUCH abhängig. Ohne eure Unterstützung können wir solche Projekte nicht umsetzen. Es geht uns dabei ja noch nicht einmal um nennenswerte Gewinne, sondern wir möchten nur unsere Produktionskosten wieder refinanzieren.

Damit wir schnell auf unsere Kosten kommen (auch für frühere noch nicht refinanzierte Filme) bitten wir euch um eure Spende (jeder nur soviel dass es nicht wehtut).

Paypal: https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr...

Überweisung:
NuoViso Filmproduktion
DAB Bank
IBAN: DE78701204008376790005
BIC: DABBDEMMXXX
Verwendungszweck: „Spende Frontstadt“

Link zum Originaltext bei ' NuoViso.TV via Youtube ' ..hier

 

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