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28.03.2017  02:00
Trump lässt US-Truppen
in Syrien einmarschieren

US-Präsident Donald Trump lässt erstmals reguläre US-Truppen mit Schützenpanzern und schwerer Artillerie in Syrien einmarschieren. - Obwohl die syrische Armee mit Unterstützung verbündeter russischer Truppen im Laufe der letzten Wochen bedeutende Erfolge gegen den ISIS erzielt hat, lässt Präsident Trump nach einem in der Washington Post veröffentlichten Bericht erstmals reguläre US-Kampftruppen in Syrien einmarschieren. [Quelle: luftpost-kl.deJWD

Das ist eine beispiellose Ausweitung der US-Einmischung in den Krieg in Syrien, und sie erfolgt nicht nur ohne Beschluss des US-Kongresses, sondern auch ohne Zustimmung der Vereinten Nationen und der Regierung Syriens. Diese Invasion ist also in dreifacher Hinsicht illegal.

Von Daniel McAdams  |  Ron Paul Institute, 08.03.17  |  Übersetzung: Luftpost-KL



Screenshot  |  Quelle: luftpost-kl.de

US-Schützenpanzer bei Manbij in Syrien am 05.03.17

Nach Angaben der Washington Post sind die US-Marineinfanteristen von einem im Mittelmeer patrouillierenden US-Kriegsschiff gekommen, um einen Vorposten auf syrischem Gebiet zu errichten; sie sollen mit Artillerie das "ISIS-Hauptquartier" in Raqqa beschießen. In der Washington Post ist dazu noch zu lesen [..hier]:

     "Die Marineinfanteristen verfügen über schwere Geschütze des Typs M777 Howitzer, die Granaten des Kalibers 155 mm verschießen können; diese sensible Information stammt von zwei US-Offiziellen, die anonym bleiben wollten. Das gelandete Expeditionsteam vom 1. Bataillon des 4 th Marines Regiment soll mit den USA verbündete lokale Kräfte bei ihrem Angriff auf die Stadt Raqqa mit Artillerie unterstützen. Infanteristen der gleichen Einheit sollen den Einsatz absichern."
Bereits am 5. März hat RT über einen US-Militärkonvoi berichtet, der in der Nähe der Stadt Manbij / Manbidsch auf syrisches Gebiet vorgestoßen ist (..hier). Die Mainstream-Medien der USA haben dieses Video fast alle links liegen lassen, nur die Washington Post hat bestätigt, dass sich in den Stryker-Schützenpanzern Soldaten des 75 th Ranger Regiments der U.S. Army befanden.

Mit der plötzlichen Ausweitung ihres militärischen Engagements in Syrien hofft die US- Regierung Raqqa vor den syrischen Regierungstruppen einnehmen zu können, damit die Stadt nicht wieder an Assad fällt. Mit dieser Operation will die US-Regierung keinesfalls US-Schützenpanzer bei Manbij in Syrien am 05.03.17 den ISIS aus dem Osten Syriens vertreiben; mit Raqqa will sie sich nur einen dauerhaften Vorposten verschaffen, weil sie hofft, den von US-Neokonservativen gemeinsam mit Israelis und Saudis entwickelten Plan für einen "Regimewechsel in Syrien" doch noch umsetzen zu können.

Die Trump-Regierung will also mit einer Militärintervention ein großes Stück souveränen syrischen Territoriums unter ihre Kontrolle bringen. Obama, der im Mittleren Osten eine äußerst rücksichtslose Politik betrieb, hat das noch nicht gewagt.

Wie werden die Russen auf diese Entwicklung reagieren? Was werden sie tun, wenn durch diese US-Operation auch russische Soldaten in Gefahr geraten, die sich auf Ersuchen der syrischen Regierung legal in Syrien aufhalten? Werden sie Trumps im Wahlkampf angekündigte "Verständigung mit Russland" nach der harschen Kritik an Russland, die Nikki Haley in den Vereinten Nationen und die von Trump in den National Security Council / NSC berufene Putin-Kritikerin Fiona Hill geäußert haben [..hier], und nach der US-Invasion in Syrien noch ernst nehmen?

Machen Sie nicht den Fehler, diese Entwicklung zu unterschätzen. Es ist eine sehr schlimme Entwicklung.

(Wir haben den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in runden Klammern versehen. Die Links in eckigen Klammern waren bereits im Originaltext enthalten, den wir nachfolgend abdrucken. Infos über das Ron Paul Institute sind ..hier nachzulesen)

Link zum Originaltext bei ' luftpost-kl.de ' (PDF) ..hier

 
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