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06.02.2015 11:30 | Teilen |
Medienmonopol Kapitel IV (Seite.72 bis 88 pdf)

IV. Die Dunkelmächte (Drahtzieher)

"Die bewusste und intelligente Manipulation der Gewohnheiten und Meinungen der Masse ist ein wichtiger Bestandteil der demokratischen Gesellschaft. Die, die diesen nicht sichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilden eine unsichtbare Regierung, die die tatsächliche Macht im Land hält.

Eine kleine Gruppe von Menschen, von denen wir noch nie gehört haben, regiert uns, bildet unsere Meinung, formt unseren Geschmack und suggeriert uns unsere Ideen. Diese kleine Gruppe zieht die Fäden der öffentlichen Meinung, kontrolliert so die offizielle Regierung und plant die Zukunft...."

 - freie Übersetzung von Edward Bernays, Propaganda

 "Eine Handvoll Menschen kontrolliert die Medien der Welt. Derzeit sind es etwa noch sechs solcher Menschen, bald werden es nur noch vier sein - und sie werden dann alles umfassen: alle Zeitungen, alle Magazine, alle Filme, alles Fernsehen. Es gab einmal eine Zeit, da gab es verschiedene Meinungen, Haltungen in den Medien. Heute gibt es nur noch eine Meinung, die zu formen vier, fünf Tage dauert - dann ist es jedermann Meinung." - Mike Nichols, Hollywood Regisseur [Aus: 'Herr über das Denken der Massen', Zeitenschrift (www.pilhar.com) Nr. 22/2. Quartal 1999]

"Ich selber sage mir, dass die Medien in den Händen der destruktiven Kräfte sind. An ihren Früchten erkennen wir sie ja. Also werden diese versuchen, sich selbst als die "Guten" darzustellen und deren Widersacher, die für die Menschheit wirklich Nützlichen, als die "Bösen". Aufgrund dieses Gedankens sage ich mir persönlich: Man muss nur all das, was in den Massenmedien besonders propagiert wird, herumdrehen und findet im Groben die Wahrheit. Zumindest sieht man die Richtung, in die es geht. Die Opfer sind die Täter und die Retter sind die Henker! Prüfen Sie das einmal für sich selbst!" (Aus: "Geheimgesellschaften II", Jan van Helsing (im deutschen Sprachbereich streng verboten).

Wer wissen möchte, wer die Medien wirklich kontrolliert und damit die Massenmeinung, muss nur die Berichterstattung analysieren. Fassen wir noch einmal kurz zusammen:

Lassen sich Beteiligungen und Kontrollmehrheiten über Firmenstrukturen und Marionetten verschleiern und die Namen der Entscheidungsträger und Macher anglo-amerikanisieren, sind Berichterstattung, Nachrichten, Shows, Filme, Bücher, Magazine, Websites etc. immer zugänglich, öffentlich und analysierbar. Also wieder die alte Frage, die in 99,9% aller Fälle die Drahtzieher ermittelt: Wer profitiert immer von der Berichterstattung, finanziell oder politisch? - Wer ist immun vor negativer Berichterstattung - trotz angeblich "freier, objektiver und unabhängiger" Medien? - Und gibt es vereinzelt Ausnahmen, die die Regel bestätigen?

Wenn jemand z.B. grundsätzlich immer gegen "Y" schreibt und zum Vorteil von "Z", lässt sich daraus natürlich schließen, dass der Schreiber (oder seine Zeitung, Show, Magazin etc.) entweder selber "Z" ist, sich mit "Z" stark identifiziert oder sympathisiert oder Angst vor "Z" hat bzw. von "Z" kontrolliert wird, also publiziert, was "Z" suggeriert. In keinem Fall kann dann davon ausgegangen werden, dass der Schreiber "neutral, objektiv und unabhängig" Fakten mitteilt. Vielmehr dient jede Berichterstattung nur der Propaganda, natürlich nicht so plump und langweilig wie bei den alten Kommunisten oder Nazis, sondern emotional geladen, und - ganz wichtig - sehr unterhaltsam.

* Y ist übrigens eine Tausende Jahre alte germanische Rune, die den kosmischen Menschen mit nach oben ausgestreckten Armen symbolisiert.

[S73 pdf] Interessant sind neben den üblichen Nachrichten auch Kinofilme und Bücher auf Bestsellerlisten. Schließlich "entsteht" ein erfolgreicher Kinofilm oder Bestseller nur in ganz seltenen Fällen von alleine (z.B. als alternativer Undergroundfilm, den plötzlich jeder sehen möchte). Ein Bestseller wird immer von den Medienhäusern gemacht. Für einen Erfolg sind in der Regel immer kostenintensive Werbe- und Medienkampagnen verantwortlich. Natürlich gibt es trotz großer Werbung auch Flops, aber ohne Werbung ist ein Flop bis auf ganz wenige Ausnahmen garantiert. "Qualität" lässt sich bei Bedarf von "Kritikern" (= angestellte Journalisten, oft aus dem eigenen Medienkonzern) bestätigen. Ohne viel Moos nichts los. Oder kennen Sie einen Bestseller, der nicht von einem der großen Medienriesen angeboten wird (siehe "Bestsellerlisten")?

Wer also kontrollieren will, was fast jeder lesen, sehen und hören soll, muss nur entscheiden,

a.) welche Information (Buch, Nachricht, Film, Musik, Video etc.) veröffentlicht werden (und)

b.) viel wichtiger - ein ausreichendes Werbebudget erhalten, und welche eben nicht.

Nur durch Werbung (und/oder die abhängigen Kritiker der Zeitungen, die zum gleichen Medienhaus gehören wie der Buchverlag, die Filmgesellschaft) erfährt die Masse von den Informationen, die sie lesen, hören, sehen soll. Alternative Quellen (z.B. dieser Artikel oder im Internet) sind nur einer kleinen Minderheit bekannt, die jederzeit von den restlichen 1.000 Millionen demokratisch niedergewalzt werden können ("das weiß doch jeder...").

Dieses Machtmonopol will von vielen nicht erkannt werden, die lieber der romantischen Illusion des unabhängigen Journalisten mit der Klapperschreibmaschine und dem Whisky nachhängen, der einen korrupten Politiker zu Fall bringt, einem Klischee übrigens, das nicht umsonst von den Massenmedien in diversen Hollywoodfilmen immer wieder verbreitet wird. Tatsächlich muss sich der Politiker keine Sorgen machen, solange er dem Machtmonopol Vorteile sichert. Er kann dann sogar damit rechnen, großzügig für seine Dienste belohnt zu werden, z.B. mit einem millionenschweren Buchvertrag.

Selbst, wenn sich ein kritischer Ausnahme-Journalist nicht anpassen und umstimmen lässt und vom zuständigen Redakteur unterstützt wird (unwahrscheinlich), lassen sich immer Vorwände finden, eine Veröffentlichung doch noch "von oben" zu verhindern (kein Platz mehr, versehentlich gelöscht, verloren, neue Daten etc.).

Dem Journalisten bleibt dann oft keine andere Wahl, als zu kündigen und sein Wissen im Untergrund der alternativen Presse anzubieten, wo es dann vielleicht von einigen tausend Interessenten gelesen wird, die ohnehin schon wussten, dass es keine ehrlichen Politiker gibt, und vom Rest (wenn sie von dem Buch überhaupt erfahren sollten) als "paranoide Verschwörungstheorie ohne Hand und Fuß" abgetan wird.


* Siehe auch: "Into the Buzzsaw: Leading Journalists expose the Myth of a Free Press" von Prometheus Books, ISBN 1-57392-927-7, und: Media Democracy: Censored" von Peter Phillips, Seven Story Press, ISBN 1-58322-605-2)


Wer auch diese Ausnahmemenschen noch kontrollieren will, muss nur einen oder mehrere Kleinverlage mit unkonventionellen Verlagsprogrammen etablieren und diese durch einen "subversiven Bestseller", Medienkritik oder anders bekannt machen. Ist ein unkonventioneller Verlag einmal im Untergrund bekannt, werden die letzten noch unabhängigen Journalisten und "Verschwörungsautoren" ihre Manuskripte in der Hoffnung auf eine Publikation einsenden. So wird nicht nur sofort bekannt, welches Geheim- Material in der Szene vorhanden ist, sondern auch, wer sich die Mühe macht, dieses zu recherchieren und zusammenzufassen. Kritische Autoren lassen sich so leicht ermitteln, überprüfen, kontrollieren und kaltstellen, am einfachsten, indem eine Publikation der "gefährlichen" Informationen durch den Kauf der Verlagsrechte - und das Versinken des Manuskriptes in der ewigen Schublade unmöglich gemacht wird. Eine nicht genehmigte Veröffentlichung im Internet etc. wäre so ein schadensersatzpflichtiger Vertragsbruch (Details zu Kontroll- und Zensurversuchen im Internet [S74 pdf] folgen). Ist ein solcher "unabhängiger" Verlag erst etabliert, können über diesen glaubhaft auch Fehlinformationen, Fakes und fiktive Erkenntnisse publiziert werden, die viele Suchende beschäftigen, verwirren und so vor ihrem Entwicklungsweg erst mal ablenken.

Es ist also nicht schwierig, Autoren und Journalisten zu kontrollieren und sich so ein Informationsmonopol zu sichern.

Stellt sich ein Politiker (oder ein Kritiker etc.) gegen das Machtmonopol erfährt sofort "jeder" von seiner "Korruption". Ein Konzern wie z.B. AOL Time Warner sichert Ihnen nicht nur einen schnellen Internetzugang (und informiert so ständig Millionen Internetnutzer mit aktuellen Nachrichten auf der Homepage und speichert deren E-Mails und Interessen auf Jahre), sondern bringt Ihnen auch CNN und HBO sowie diverse Magazine (Time, People, Vibe etc.) und Hollywoodproduktionen (Warner Brothers). Schlagzeilen im Internet folgen Berichte auf CNN, gefolgt von Artikeln in Magazinen und einer Hollywood Filmproduktion. Damit ist die Korruption des Politikers als Tatsache auch historisch etabliert, die "doch jeder kennt" (z.B. Watergate). Ob der Politiker nun wirklich korrupt war oder ob dies nur unterstellt wurde, um ihn loszuwerden, ist sekundär. Die Karriere des Mannes ist ruiniert. Ein Feind der Drahtzieher beseitigt.

Ein sehr wirkungsvolles Manipulationsinstrument sind auch Musikvideos, hier insbesondere HipHop und Rap. Was sehen die Teenager und Kinder dort (Viacoms MTV) stundenlang, Hunderte Male wiederholt, zu monotonen Eintrommelrhythmen, die voll ins Unterbewusstsein zielen und die Eindrücke dort als "Werte" verankern? Fast immer wieder nur gehirntote Typen in Luxusklamotten, Goldketten und teuren Sportwagen, denen immergeile "Fotomodelle" nachlaufen. Botschaft: Egal, wie dumm und primitiv ich als Mann auch sein mag, ich bekomme jede Frau (also Sex), ich habe ein Recht auf eine geile Frau (Sex), wenn ich nur die richtigen Dinge vorzeigen kann. Egal, wie intelligent ich als Frau auch sein mag, ich brauche unbedingt einen Mann. Und der muss die richtigen Dinge haben. Und wie bekomme ich den Mann mit den richtigen Dingen? Indem ich möglichst schön und sexy bin (wie vulgär diese Schönheit in den Videos auch oft sein mag, Typ: Video Ho... aber das ist Geschmackssache). Was zählt, ist nur mein Äußeres, was ich "vorzuweisen" habe. Und wie habe ich etwas vorzuweisen? Indem ich einfach gut aussehe bzw. es kaufe (Statussymbole, Schmuck, Schnickschnack, Klamotten, Autos, Make-up, Schönheitschirugie etc.).

Wenn ich dazu kein Geld habe, kann ich mir dieses bei der Bank leihen (Kreditkarte) oder irgendwie (auch auf kriminelle Weise) beschaffen. Hauptsache ich habe Kohle! Woher die Dinge kommen, ist schließlich egal, Hauptsache, ich kann sie vorweisen. Und wenn ich kein Geld habe, mir dieses nicht leihen kann, keinen Mut habe, es zu klauen oder anders zu beschaffen, dann kann ich nur ein Versager sein, ein Nichts, das weder Sex noch Anerkennung bekommt! Ein ewiger Außenseiter. Einsam und verlassen. Ungeliebt.

Da Sex und Anerkennung im Freundeskreis bei Jugendlichen oft die stärksten Motivationen sind und beides scheinbar die richtigen Statussymbole voraussetzt, die Teenager aber in der Regel noch nicht genug Geld haben und nur ganz wenige mit ihrem Aussehen zufrieden sind, garantieren die Medien so (nicht nur) bei Jugendlichen eine permanente Unzufriedenheit (= Krise). Die Lösung wird dann auch gleich suggeriert: Mehr Dinge, "bessere" Statussymbole. Bedingungsloser Konsum, notfalls finanziert mit Hilfe von Schulden oder Kriminalität. Oder als Notlösung (legale) Drogen, die die Frustration und das Minderwertigkeitsgefühl vernebeln helfen und so sicher und glücklich machen sollen.

In beiden Fällen soll der Teenager von einer positiven Persönlichkeitsentwicklung (zu einem freien, höheren Bewusstsein) abgelenkt und auf niedrigstem Niveau gehalten werden, abhängig gemacht, zum potentiellen Sklaven gestempelt: Die Teenager sollen schon früh Konsumsklaven und Zinssklaven, also "perfekte Untertanen" werden, die sich dann nur mit viel Arbeit, wenig Nachdenken und unzähligen Kompromissen unzufrieden durchs Leben quälen können. Die einzige Alternative zur Depression und Frustration sind dann scheinbar nur Drogen (das schließt auch legale Drogen, z.B. Alkohol und Psychopharmaka, ein), die nicht nur jeden klaren Gedanken und Widerstand unmöglich machen, sondern auch jede Beurteilung und Lösung von kleinsten Lebensproblemen, und so jede Entwicklung, die ja immer auf Erfahrungen und durch gestandenen Konflikten/Problemen beruht, ausschließt. Garantiert ist so ein kompletter Durchknaller (Selbstmord) oder aber ein angepasstes Zombiedasein und damit ein [S75 pdf] lebenslanger hoher Umsatz u.a. für die Pharmaindustrie. Ganz egal also, ob konsumiert wird oder betäubt, die Drahtzieher verdienen immer.

Die Ausnahmen, die tatsächlich kriminell werden, um (wie in vielen Videos vorgemacht) blind konsumieren zu können und "wer zu sein", lassen sich als Bedrohung ("gefährliche Gangs") aufbauen, garantieren Angst beim Rest der Bevölkerung und rechtfertigen so weitere Kontrollen und "Schutzmaßnahmen".

Verantwortungsbewusste Eltern haben die Wahl: Sie können ihren Kindern die gewünschten Statussymbole kaufen oder sie müssen sich Sorgen machen, dass die Kinder diese klauen oder sich auf kriminelle Weise das notwendige Geld beschaffen. Wer mit seinen persönlichen Schwierigkeiten so bereits voll beschäftigt ist, hat keine Energie mehr, sich aufzulehnen und Fragen zu stellen...

Teil dieser Machtstrategie ist auch, dass Eltern keine Zeit mehr für ihre Kinder und Teenager haben sollen, weil sie entweder als Steuer-, Konsum- und Zinssklaven selber glauben, viel arbeiten und Karriere machen zu müssen, oder auf Jobs angewiesen sind, um nötigste Lebenshaltungskosten zahlen zu können. Die Medien, hier die Musikindustrie (Popkultur), füllen gerne das Vakuum und werden falsch freundlich zum Vorbild-, Ratgeber- und Elternersatz, der vermittelt, was "richtig" und "wichtig" ist. So ist die nächste Generation der Sklaven bereits passend programmiert...

Ein Hollywood-Film (oder Musikvideo) sei doch nur Unterhaltung und nicht in der Lage zu manipulieren? - Ganz sicher nicht. Was spricht dagegen, Unterhaltung und Manipulation zu mischen, so dass die Manipulation zur Unterhaltung wird? - Wenn ganz offensichtlich für bestimmte Produkte geworben wird (Product Placement, siehe z.B. James Bond-Filme), warum sollte dann nicht auch ein bestimmtes politisches Ziel verfolgt werden? – Ein Film kann so viel Umsatz machen und gleichzeitig ein bestimmtes Klischee in den Köpfen der Zuschauer etablieren oder durch Wiederholung festigen. Je öfter wir dieses Klischee sehen, desto mehr wird es zur Realität.

Während wir mittlerweile wissen, dass Werbung und Politikerreden uns für dumm verkaufen sollen, stehen wir Unterhaltungsfilmen/Musikvideos oft unvoreingenommen, offen und entspannt gegenüber. Wir erwarten nicht, manipuliert zu werden und merken oft nicht einmal, wie unsere Gefühle in eine bestimmte Richtung gesteuert werden. Da professionelle Filmemacher (genau wie Werbespezialisten) aber genau wissen, welcher Effekt (Bild, Musik, Story) ein bestimmtes Gefühl freisetzt, kann ein gewünschtes Gefühl jederzeit produziert werden. Unsere so vom Filmemacher programmierbaren Gefühle führen dann zur blinden Akzeptanz der "Botschaft", die uns der Film mitteilen will, eben zur widerstandslosen Aufnahme der gewünschten Manipulation.

"Damit der Verstand an seine eigenen Entscheidungen glaubt, muss er das Gefühl haben, dass er diese Entscheidungen ohne Zwang getroffen hat."

(aus "Von PSYOP bis MindWar: Die Psychologie des Sieges")

Wie stark der Einfluss von Filmen selbst auf "intelligente" Menschen ist, die den Manipulationsprozess kennen, beweist mir eine persönliche Erfahrung: Meine ersten Gedanken zu diesem Artikel über Massenmanipulation und Kontrolle allgemein wurden von einem Spielfilm initiiert, der von Schwulen in der Nazizeit handelte, die natürlich im Konzentrationslager landeten und dort - so will es das Hollywood-Klischee - nur mit Hilfe eines ebenfalls gefangenen Juden überleben konnten. Das Leiden dieser unschuldig inhaftierten Charaktere (Homosexualität und jüdische Religionslehre sind ja keine Straftaten, zumindest nicht nach meinem Rechtsempfinden) beeinflusste mich so sehr, dass ich mich fragen musste, ob ich mit meiner Schlussfolgerung, wer wen kontrolliert, nicht völlig falsch liege. Doch dann wurde mir schnell klar, dass dieses Gefühl von Mitleid für die Gefangenen, das Aufbegehren gegen die Ungerechtigkeit der Nazizeit und den starken Wunsch, den Opfern irgendwie helfen zu können (wenn schon nicht damals, vielleicht dann heute mit meiner Sympathie und Unterstützung), genau die Emotionen waren, die der Filmemacher auslösen wollte, eine Erkenntnis, die meine hier gemachten Thesen letztendlich bestätigt.

[S76 pdf] Wo wir gerade (wieder) bei KZ, Holocaust und Hollywood sind: Warum gibt es in Kriegsfilmen bis ca. 1970/75 (die alten Schinken mit Curd Jürgens und Christopher Plummer etc.) kaum eine Erwähnung von KZs und Holocaust, ab rund 1975 dafür aber immer stärker? Sollte so der Opferstatus des "heiligen" Landes unterstrichen werden, das ab 1970 immer mehr Angriffskriege und Verletzungen von UNO Beschlüssen und Missachtung von Urteilen des Weltgerichtshofes zu rechtfertigen hatte?

Selbst der Begriff "Holocaust" (Brandopfer) wurde erst 1979 nach Ausstrahlung des gleichnamigen US Fernsehvierteilers in den deutschen Sprachschatz übernommen. Der "Holocaust"-Vierteiler war die Antwort auf die Fernsehserie "Roots", die plötzlich vielen US-Schwarzen als Nachfahren ehemaliger Sklaven einen Opferstatus zugestand.

Heute gibt es keinen Zweiten Weltkrieg-Film oder -Buch mehr, dem eine Massivdosis Holocaust Erinnerung fehlt. Auch nicht fehlen dürfen die jüdischen Soldatengräber (Davidstern statt Kreuz). Glaubt man neuesten Hollywood-Bildern waren rund ein Drittel aller gefallenen US Soldaten jüdischen Glaubens, obwohl damals nicht mehr als 1-2% aller Amerikaner Juden waren. Und wenn ein Film oder ein Buch nicht unbedingt während der Nazizeit spielt? Dann schadet es dem Erfolg ganz sicher nicht, wenn eine kurze Erinnerung an den Leidensweg der Juden eingebaut wird (wobei die restlichen KZ-Gefangenen fast immer ignoriert werden). Je stärker diese Leiden herausgearbeitet werden, desto größer scheint oft die Chance, Literatur- und Filmpreise gewinnen und positive Kritiken garantieren zu können.

Na, und wer waren die cleversten Ausbrecher aus den Krieggefangenenlagern? Glauben wir Hollywood natürlich die Alliierten. Wer kennt nicht die Filme, in denen unter den Augen der dummen deutschen Wachen ein Tunnel gebuddelt wird? Well, den spektakulärsten Ausbruchversuch des Zweiten Weltkriegs versuchten 25 deutsche Kriegsgefangene 1944 in Arizona/USA. Der Tunnel war 60 Meter lang. Um einen Fluss als Fluchtweg zu nutzen, hatte man sich sogar einen faltbaren Kajak gebaut und unter den Nasen der Amis im Swimmingpool des Lagers getestet. Leider stellte sich der Wasserweg in der Freiheit aber nur als kleiner Bach heraus...

Ein gutes Beispiel für unterhaltsame Manipulation sind z.B. die weltweiten Bestseller "Illuminati" und "Sakrileg" von Dan Brown (im englischen Original "Angel & Demons" bzw. "The Da Vinci Code"):

Obwohl "Illuminati" auf den ersten Seiten scheinbar die gleichnamige Geheimorganisation angreift und sich Verschwörungsfans so die Frage stellen müssen, warum das Buch überhaupt veröffentlicht wurde (und – so wie ich - nur aus diesem Grund das Buch kauften), folgt Autor Brown doch insgesamt ganz genau den Klischees und Manipulationsvorgaben der Massenmedien: Die BBC berichte selbstverständlich nur Fakten... Die Medien seien angeblich der rechte Arm der Anarchie... Der brutale Killer ist natürlich ein Araber, der unbedingt weiße Frauen missbrauchen will... Christlichen Machtgruppen, insbesondere dem Vatikan, könne nicht vertraut werden, da einige radikale Elemente zu allem bereit seien, auch zu Mord, wenn sich so "für Gott" Macht und Einfluss gewinnen ließe... Also nicht viel Neues, denn wer weiß nicht bereits aus den Massenmedien, dass die katholische Kirche sowieso voller Perverser sein soll?

Ist die anti-katholische Kindersexkampagne der Medien nur ein weiteres Druckmittel gewisser Machteliten, die den Vatikan dazu bewegen wollen, endlich eine Mitschuld am Holocaust einzugestehen, um dann "rechtmäßig" einen Teil des kirchlichen Riesenvermögens als Schadenersatz einfordern und auf die eigenen Konten umlenken zu können?

Würde ein Schriftsteller es wagen, einem Mitglied einer jüdischen Religionsgruppe derartige Klischees anzuheften (z.B. dass einige radikale Elemente unter den Juden morden, um sich Macht zu sichern), würde sein Manuskript bei jedem Verlag der "zivilisierten Nationen" als antisemitisch in den Abfall wandern. Solange aber durchgeknallte Mitglieder des Vatikans und Araber die Verbrecher sind, liegt klassisches Bestsellermaterial vor. Außerdem gelingt es Brown, scheinbar gut recherchiert über die Illuminati zu berichten, auch die Bayrischen Illuminati, ohne auch nur einmal auf den Jesuiten und Kirchenrechtsprofessor Adam Weishaupt aus Ingolstadt hinzuweisen, vielleicht aus Angst, jemand könne irrtümlich annehmen der Gründer der Illuminati sei ein Jude gewesen, weil "Adam" und "Weishaupt" zu mindestens von US-amerikanischen Lesern mit jüdischen Namen verwechselt werden, und so ein Jude [S77] und das Böse in seinem Roman zur Einheit verschmelzen könnten? Dieses Risiko geht Brown nicht ein und lässt die Illuminati lieber eindeutig bayrisch, also deutsch, bleiben. Das ist selbstverständlich erlaubt. Am Ende des Buches weiß jeder gut informierte Leser dann, dass es die Illuminati schon lange nicht mehr gibt - außer in den Köpfen von einigen paranoiden Verschwörungsspinnern... Damit ist der Bestseller garantiert! Ein Hollywoodfilm im Buchformat...

Intelligent und ein wirklicher intellektueller Trip mit ähnlichem Titel (bitte nicht mit Dan Brown verwechseln) ist dagegen das Buch "Illuminatus!" (The Illuminatus! Trilogy)" von Robert Shea und Robert Anton Wilson, schon wegen Hagbart Celine, Mavis und Stella Maris (Englische Originalversion ISBN 0-440- 53981-1 (insgesamt drei Bücher (Buch I - "Im Auge der Pyramide"), in Deutsch bei amazon.de). Dieser gut recherchierte satirische Klassiker ist für jeden Anarchisten und Verschwörungsfan ein Muss. Unbedingt lesen! Während Shea und Wilson ihre Illuminatus Trilogy insgesamt auf Befreiung und Inspiration ausgerichtet haben (insbesondere das Ende von Buch III , Leviathan), versucht Dan Brown auf Fernsehniveau in die falsche Richtung zu steuern, abzulenken, also dumm zu halten, unten zu halten, zu unterhalten. Mit Happy End. Na wenigstens rettet bei ihm kein CIA-Agent die Welt...

Dan Browns zweiter Roman "Sakrileg" wird noch deutlicher (vielleicht, weil "Illuminati" in den USA - im Gegensatz zu Deutschland - zunächst kein Erfolg war, und Brown bei seinem zweiten Versuch sicher gehen wollte?).

Wir "lernen" u.a.: Jesus war kein Single, sondern - wie alle erwachsenen Juden damals - verheiratet, und zwar mit der schönen Maria Magdalena. Nach der Kreuzigung flüchtet die von Jesus geschwängerte Maria Magdalena nach Südfrankreich, wo ihre Nachkommen in eine Fürstenfamilie einheiraten und das königliche Geschlecht der Merowinger bilden. (Was in den mehr als 400 Jahren seit der Flucht von Maria M. aus Palästina bis zur Machtübernahme der Merowinger wirklich passiert ist, wer also wen, wann geheiratet und geschwängert hat, bleibt unklar. Macht nichts...). Für Brown stammt das Königsgeschlecht der Merowinger (448- 751 A.D.) damit also direkt von Jesus ab (Kap. 105) und hat folglich göttliches - und jüdisches - Blut (allerdings ironischerweise sehr stark gemischt mit "nordischem", germanischem Franken , Teutonen-, Gothen- und Keltenblut*). Die angebliche Abstammung von Jesus sei für den "bösen, rückständigen" Vatikan Grund genug gewesen, die Merowinger zu ermorden und ab sofort selber Könige und Kaiser auszurufen...

Brown hat seine Informationen dem Bestseller "The Holy Blood and the Holy Grail" (1982, Neuauflage 1996, in deutsch "Der Heilige Gral und seine Erben", 1984) vom BBC-Journalisten Henry Lincoln (offizielle Autoren sind Michael Baigent, Richard Leigh & Henry Lincoln, ISBN 0-09-968241-9) entnommen, der nicht nur die obige Jesus/Maria Magdalena/Merowinger- Theorie ausführlich erklären will, sondern auch "klarstellt", dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist, also auch nicht von den Juden ermordet wurde, diese folglich auch nicht schuldig sein können (keine Kollektivschuld, siehe auch: Passion Christi von Mel Gibson, folgt), und wenn er doch gekreuzigt worden sei, dann könnten nur die Römer verantwortlich gewesen sein... Obwohl ständig darauf hingewiesen wird, dass die Merowinger die (teilweise) jüdischen Nachkommen von Jesus seien, und der Stammbaum des Königsgeschlechts ab 417 dokumentiert wird, fehlt jeder Hinweis auf eine Verbindung der Merowinger zu Maria Magdalena und damit zu Jesus (rund 400 Jahre vorher). Auch Jesu Beziehung zu Maria Magdalena, die angebliche Schwangerschaft und die Flucht ins heutige Frankreich sind nur Spekulation, bestenfalls zurecht gelegte Legende.

Offensichtlich scheinen die mit jeder Seite dümmer wirkenden Autoren auch den Unterschied zwischen einem echten Dokument und einer echten notariellen Beglaubigung einer Kopie eines Dokumentes nicht kennen wollen (siehe z.B. Postskript, 1996, Nr. 12), und haben so Schwierigkeiten, auf Fälschungen nicht hereinzufallen (ein Notar oder eine Botschaft bestätigt nur die Echtheit der Kopie, nicht aber, ob das kopierte Originaldokument auch echt, authentisch oder inhaltlich zutreffend ist).

Natürlich vergessen die Autoren auch, dass Königshäuser schon immer gerne behauptet haben, von den Göttern abzustammen oder Götter zu sein (ganz deutlich bei den Ägyptern, Griechen und Römern, und selbst heute noch berufen sich einige Völker darauf, von Gott "auserlesen" zu sein). Das rechtfertigt Machtansprüche und kontrolliert die gläubigen Massen. Dass Machthaber dazu nicht nur morden, sondern auch entsprechende "Beweise" anfertigen, Gerüchte und Legenden verbreiten lassen oder diese als "Beweis" einsetzen, ist auch nichts Neues (siehe Massenmedien). Wie oft wird sich auf die Bibel [S78] berufen, wenn es passt? Selbst das "Journalisten- Trio nutzt Texte aus dem Alten und Neuen Testament, wenn diese die eigene Argumentation belegen, verreißt aber an anderer Stelle die Bibel als unzuverlässige Legende. Ist es möglich, dass der (angebliche) Merowinger und Kreuzfahrer Godfroi de Bouillon sich mit ähnlichen "Beweisen" als rechtmäßiger König von Jerusalem legitimieren wollte?


(*) Ein Zwischengedanke zu Abstammung, Rasse und Blut: Sowohl Brown als auch das BBC-Lincoln-Trio vergessen, dass es völlig irrelevant ist, welche Vorfahren jemand vor 1.000 oder 2.000 Jahren hatte, da "Abstammung, Rasse und Blut" bereits nach vier oder fünf Generationen (also rund 150 Jahren) nicht mehr bemerkbar sind, wenn diese mit anderen Rassen vermischt werden. Haben z.B. Weiß und Schwarz ein Kind, ist dieses ein "Mischling" (Beispiel: Sade, Halle Berry, Beyoncé). Hat der Mischling ein Kind mit Weiß, sieht dieses vielleicht noch "exotisch" aus (z.B. Jessica Alba), ist i.d.R. aber bereits nicht mehr eindeutig einer Rasse zuzuordnen. Hat der "Exote" nun ein Kind mit Weiß wird dieses i.d.R. als "weiß" akzeptiert, d.h. der "schwarze" Einfluss ist nicht mehr erkennbar. Hat "Weiß" nun ein Kind mit Weiß ist dieses "Weiß", d.h. der "schwarze" Einfluss auf den Stammbaum ist bereits nach vier Generationen nicht mehr erkennbar. Selbst für die Nazis war jemand Arier, wenn die Großeltern (oder waren es die Ur- Großeltern) Arier waren. Relevant waren also nur die letzten 3 oder 4 Generationen. Da hilft es Brown und dem Journalisten-Trio auch nicht viel, dass die Merowinger eigentlich vom (jüdischen) Stamme Benjamin seien, der dann vor rund 3.000 Jahren über Troja/Griechenland ins heutige Deutschland und Frankreich ausgewandert sei. Gehen wir davon aus, dass der Stamm Benjamin sich nicht "rassenbewusst" über Jahrtausende isoliert hat (andernfalls wäre eine Inzucht garantiert, von der sicher niemand abstammen möchte...). Der ständige Einfluss von Griechen und dann später von Germanen dürfte daher das angeblich semitische Blut soweit gemischt haben, dass selbst die Rassenfanatiker der Nazis die Merowinger als Arier akzeptiert hätten. Brown und das BBC-Trio versuchen trotzdem alles, um die Merowinger "jüdisch" erscheinen zu lassen. Warum?


Folgen wir der spekulativen Argumentation und sehr selektiven Beweisführung von "Holy Blood" können auch Sie und ich eine "göttliche" Abstammung nachweisen: Sie müssen lediglich Ihren Stammbaum soweit wie möglich ermitteln und dann behaupten, Ihr Ur-Vorfahre stamme von einer Adelslinie ab, die sich direkt auf die Merowinger oder Nachfahren von z.B. Tempelritter Godfroi zurückführen lässt. Das trifft auf zahlreiche Adelsfamilien zu und bietet Ihnen damit auch mehrere nachweisbare Möglichkeiten.

Nicht nachweisbar ist allerdings die Abstammung Ihres Vorfahren von der Adelsfamilie. Natürlich nicht, denn Ihr Vorfahre war nur ein (uneheliches?) Kind, das verschwiegen wurde, oder Ihr Vorfahre wurde als Baby während eines Krieges/Revolution als Pflegekind einer (Walnuss-)Bauernfamilie übergeben und ist dann (nach der Ermordung der Eltern und Familienangehörigen) mit dem Familiennamen der Bauern aufgewachsen und hat diesen behalten. Oder der Familiename wurde während der französischen Revolution, dem Dreißigjährigen Krieg, der Inquisition oder sonst einer Chaoszeit (in Ihren heutigen Nachnamen) aus Selbstschutz geändert und geheim gehalten etc. Alle Dokumente wurden im XY-Krieg oder der Revolution zerstört bzw. auf der Flucht verloren oder von Gegnern Ihrer Familie vernichtet. Zeugen gibt es nicht mehr. Finden sich in Ihrem Stammbaum auch (angeblich) jüdische Vorfahren, können Sie kritische Skeptiker immer über den Antisemitismus-Vorwurf einschüchtern. Da Sie so weder Kritiker noch Gegenbeweise fürchten müssen, kann Ihre Behauptung nur korrekt sein. Q.E.D.

Und wenn Sie bereit wären, einen größeren Betrag in Recherche und Experten zu investieren, wird man Ihnen das Ganze sicher auch schwarz auf weiß bestätigen und unerklärte Zeitspannen und fehlende Verwandtschaftsverbindungen mit Legenden, Gedichten, Geheimnissen und Gerüchten belegen, z.B. eine passende Adelsfamilie finden, die es seit der französischen Revolution nicht mehr gibt.

Wenn Sie richtig investieren oder gute Kontakte zu Medienkreisen entwickeln, können Sie sich auch einen TV-"Journalisten" kaufen, der Ihre "Familiengeschichte" als Buch oder Fernsehserie bekannt macht (oder Sie schreiben sie selber unter Pseudonym), d.h. Sie schaffen eine "historische Quelle" für die zukünftige "Forschung", die Sie und Ihre Nachkommen dann jederzeit als "Beleg" für Ihren göttlichen Status zitieren können... Noch glaubhafter sind nur "beweiskräftige" "Geheimdokumente", die aber komischerweise jedem zugänglich sind, der danach sucht (z.B. in der Bibliotheque Nationale in Paris oder im Internet). Kein schlechter Trick, wenn Sie Status und Machtambitionen haben... und überhaupt nicht teuer: Mit rund [S79] 100.000 US-Dollar dürften Sie dabei sein. Dafür kaufen sich andere ein Konsulat eines Entwicklungs Landes oder einen Ehrendoktortitel.

(Das bedeutet nicht, die Prieure de Sion einiger Kreuzritter habe es nie gegeben. Obiges deutet lediglich an, dass die Prieure de Sion von 1956 (!) mit der Bruderschaft aus dem Mittelalter nur den Namen gemeinsam hat, eine direkte Nachfolge aber nicht glaubhaft machen kann. Daran ändert auch eine Liste mit den Namen der Großmeister nichts, da diese nicht mehr befragt werden können.)

Nochmals: Beweise gibt es keine, Gegenbeweise aber auch nicht... alles gelogen, alles erlaubt... (siehe auch: Picknett & Prince in Jim Marrs, Rule by Secrecy u.a. S.324-325, oder: "Descendants of Jesus? Or Scam Aritists Extraordinaire? Von Jonathan Vankin & John Whalen). Wer hier tiefer einsteigen will, sollte selbstständig unter Suchwort "Prieure de Sion" im Internet recherchieren. Denn: Die Argumentation und "Beweisführung" von "Holy Blood" ist entweder Wunschdenken von naiven BBC-Angestellten (kein Journalist kann wirklich so naiv und dumm sein, oder doch?), die nach einer spektakulären Bestseller Story gesucht haben, oder bewusste Fälschung und Massenverdummung im Auftrag gewisser Machtinteressen.

Es bleibt die Frage, warum der "Holy Blood"-Schwachsinn 1982 überhaupt publiziert und von der BBC sogar als Fernsehdokumentation gesendet wurde. Bestsellerpotential und hohe Einschaltquoten oder beabsichtigte Massenmanipulation? Manipulation in welche Richtung?

* Lt. Seiten 70/71 im sehr interessanten Buch "Bomben, Brot und Banken I" von Stefan Erdmann (www.amadeus-verlag.com) sind die Autoren bekennende Freimaurer

Soll die mit Hilfe der BBC-Reputation glaubhaft gemachte "Holy Blood"- These (die BBC würde doch nie lügen...) letztendlich die Tür für einen neuen "Superkönig" öffnen, einen über jeden Zweifel erhabenen "Weltherrscher/Priester" (Kap. 15), der "rechtmäßig" über alle, aber insbesondere die Christen herrschen darf, weil in seinen Adern das Blut von Jesus fließt bzw. fließen soll? (Wer unerlaubterweise die - von Experten als Fälschungen bezeichneten - "Protokolle der Weisen von Zion" gelesen hat, wird diesen Gedanken einfach nicht mehr los...).

Oder will "Holy Blood" andeuten, dass alle "richtigen" Adeligen (= alle wirklich edlen Menschen?) eigentlich jüdischer Abstammung seien und so natürlich alle "echten" Aristokraten auch mit Israel sympathisieren müssten (Paoli Zitat (Kap. 9, S.269): nur die Merowinger seien echte Adelige, der Rest wurde nur vom Papst etc. dazu gemacht... Der überwiegend germanische Einfluss auf die Genstruktur der Merowinger wird von den Autoren komischerweise ständig ignoriert)? Oder soll "Holy Blood, Holy Grail" nur geschickt den Kollektivschuldvorwurf (Bibelzitat: "Sein Blut komme über uns und unsere Kinder.") entkräften bzw. auf die Römer ablenken? Oder irgendwie alles?

Testfrage: Wäre ein Bestseller möglich gewesen, wenn "Holy Grail" die göttliche Abstammung einiger Teutonen-Familien belegen würde (ohne den möglicherweise jüdischen Einfluss herauszuarbeiten)?

Dan Brown hat natürlich die sehr lückenhafte "Beweisführung" von "Holy Blood, Holy Grail" durchschaut (siehe Kap. 60). Trotzdem lässt er seinen Roman "Sakrileg" genau dieser Argumentation folgen. Selbst die Namen "Plantard" und "Saint Clair" werden als rechtmäßige Nachfahren der Merowinger erwähnt (Kap. 61), obwohl Brown doch aus verschiedenen Internetquellen die Wahrheit über "Plantard de Saint Clair" etc. und die "notariell beglaubigten Kopien"-Beweise (siehe "Holy Blood" Postskript, 1996, Nr. 12), kennen sollte... Kein Problem, denn ein Roman ist schließlich ein Phantasieprodukt und keine wissenschaftliche Arbeit...

Warum aber erwähnt Brown dann das Sachbuch "Holy Blood, Holy Grail" in Kapitel 60 ausdrücklich? Das schlechte Gewissen eines Autors, der sich die Story eines anderen Verfassers "geliehen" hat? Oder will Brown nur sicherstellen, dass die Aussage seines Romans scheinbar "wissenschaftlich" belegt und damit "interessanter" und glaubwürdiger wird? Oder soll interessierten Lesern hier geschickt eine "wissenschaftliche" Quelle für weitere Recherchen eröffnet werden und damit die Chance für "Holy Blood" [S80] in einer Neuauflage erneut internationale Bestsellerumsätze erzielen und somit erneut verdummen zu können? ("Holy Blood" wurde 2003/4 tatsächlich erneut zu einem Sachbuchbestseller in den USA.) Und garantiert Brown diese großzügige und kostenlose (Schleich-)Werbung und Bestsellergarantie für ein Sachbuch "seines" Verlagshauses (random house), und damit die millionenfache Verbreitung der "Holy Blood"- Manipulation, das eigene Bestsellerwerbebudget? Oder reichte dafür bereits die "Message" seines Romans?

Wir "lernen" von Brown außerdem: der Davidstern sei das perfekte Symbol des Friedens, der Ausgeglichenheit, der Einigkeit, auch von Mann und Frau, er markiere das Heiligste vom Heiligen, also das Allerheiligste... Das alleine sollte bereits den Bestseller garantieren, auch wenn es nicht ganz stimmt (aber wer will das schon genau wissen?): Tatsächlich symbolisiert die Urform des Davidsterns die Einigkeit der weltlichen Macht (Dreieck = Pyramide, Fundament auf dem Boden, Spitze zum Himmel zeigend) mit der himmlischen Macht (umgedrehtes Dreieck = Fundament der Pyramide im Himmel, Spitze auf die Erde zeigend). Beide Dreiecke (übereinander gelegt) ergeben den Davidstern.

Der Killer im "Sakrileg" ist diesmal kein Araber, sondern ein abgedrehtes Mitglied der radikalen christlichen Religionsgruppe Opus Dei (die - wie wir als Tatsache gleich zu Beginn noch vor dem Prolog erfahren- gerade ein 47 Millionen US$ teures US-Hauptquartier in New York fertig gestellt hat). Die Nachkommen der Merowinger und damit angeblichen jüdischen Charaktere (der überwiegend germanische Einfluss auf die Genstruktur der Merowinger wird nicht weiter erwähnt) sind natürlich super gute Helden - und Opfer. Na, dann kann ja nichts mehr schief gehen... alle Voraussetzungen für einen Bestseller sind mehrfach erfüllt. Wann kommt der Film heraus?

Wer immer noch nicht glauben möchte, dass Dan Brown ein gutes Beispiel für einen (offiziell abgesegneten?) Massenverdummer ist, sollte seine neuesten Romane lesen...

Frage in eigener Sache: Wer kennt auch nur einen Bestseller in dem Juden nicht als liebenswerte Gutmenschen, "die vor Edelmut kaum laufen können" (Simmel), als "das Gute schlechthin" (Walser) charakterisiert werden? Gibt es einen Bestseller, in dem jemand als Jude und als machtgeiler Mörder porträtiert wird (so wie ständig Araber, radikale Christen und Bibelfanatiker, politisch-inkorrekte US- Südstaatler, Deutsche in den Nachkriegsjahren und in den USA immer noch die Schwarzen etc.)? Nicht jemand, der seine Frau totschlägt und dann sein restliches Leben bereut und leidet, oder als Verräter, der sich dann schuldgeplagt selber umbringt etc., sondern als überzeugten Massenmörder, Sexverbrecher, brutalen Terroristen, eben als richtiges Schwein... Gibt es einen solchen Charakter überhaupt? Und wenn nicht, warum nicht? Weil die Nazis damals bereits für die nächsten 1.000 Jahre schon genug Schlechtmache von Juden in ihren Propagandawerken publiziert haben und jeder Autor hier den Vorwurf evtl. Parallelen fürchtet? Weil es einfach "schlechter Geschmack" ist? Oder reicht die Tatsache, dass radikale Christen, Araber, US Südstaatler, Afro-Amerikaner und Deutsche auf die Weltmedien einfach keinen großen Einfluss haben und daher immer wieder gerne als Feindbilder herhalten müssen/aufgebaut werden? Feindbilder von wem zu welchem Nutzen?

Und noch mal: Die Schere im Kopf

"Die so genannte "öffentliche Meinung" ist bekanntlich nichts Anderes als die von den Medien veröffentlichte Meinung. Sie wird also von unseren Massenmedien erst erzeugt. Allein die Tatsache, dass wir – durchaus zutreffend - von 'der', also von nur einer einzigen 'öffentlichen Meinung' zu sprechen pflegen, müsste uns allerdings bei näherem Hinsehen zu denken geben. Wo verschiedene Menschen sich zum selben Thema äußern, gibt es häufig 'so viele verschiedene Meinungen wie Köpfe'.

Angesichts der äußerlichen Vielfalt der modernen Massenmedien - Dutzende von Fernsehsendern, Hunderte von Rundfunksendern, Tausende von Zeitungen und Zeitschriften, Millionen von Büchern stünde also eigentlich zu erwarten, dass in unseren Medien zu allen wichtigen Fragen des öffentlichen Lebens auch alle jeweils möglichen Meinungen zu Wort kämen, denn es herrscht ja grundgesetzlich verbriefte Meinungs- und Pressefreiheit.

Doch wachsame Zeitgenossen stellen seit Jahrzehnten mit wachsender Bestürzung fest, dass nicht bloß auf dem Feld der Politik und Wirtschaft, sondern auch in den Bereichen Religion, Erziehung, Kultur und ]S81] Wissenschaft jeweils ganz bestimmte Meinungen von praktisch allen großen Medien wie mit einer Stimme verkündet, davon abweichende, durchaus vorhandene Meinungen aber von denselben Medien mit unverbrüchlicher Solidarität totgeschwiegen werden. Natürlich nicht bloß Meinungen, sondern auch solche Tatsachen ('Nachrichten'), die irgendeiner öffentlichen Medien-Standardmeinung ins Gesicht schlagen oder sie ins Wanken bringen würden. Diese unerklärliche Einförmigkeit zahlreicher von den Massenmedien veröffentlichter Fakten und Meinungen hat ganz konkrete, aber naturgemäß für das breite Publikum im Dunkeln bleibende Ursachen. Sie hat auch eine ganz konkrete Tendenz und ganz konkrete machtpolitisch-religiöse Ziele - nicht bloß in Deutschland, nicht bloß in ganz Europa, sondern weltweit. [Aus: 'Die öffentlichen Meinungsmacher', Johannes Rothkranz]

Ein interessantes Resultat auf die Frage "wer kontrolliert die Medien?" bringt auch die Analyse von Nachrichten, die ein negatives Image der Drahtzieher schaffen könnten, und so konsequenterweise ignoriert werden. Motto: Was die Masse nicht kennt, kann sie auch nicht kritisieren. Da diese Nachrichten aber nicht allgemein bekannt werden (zumindest nicht in den Massenmedien), lassen sie sich auch nur schwer analysieren. Ein perfekter Teufelskreis, aus dem es nur ganz selten, und dann auch oft nur zufällig, ein Entringen gibt...

Wenn sich jede Zeitung, jedes Magazin, jede Nachrichtenshow an diese (fast immer inoffizielle) Zensur hält, können Sie erkennen, wie stark die Kontrolle ist. So informierte die ach-so-objektive-und-über-jeden Zweifel- erhabene BBC nach einem Treffen mit israelischen Abgesandten ihre Journalisten im Sommer 2001, die israelischen Attacken auf die Palästinenser nicht mit "assasinations", sondern als "targeted killings" (offizielle Israellingo, in dt.: "gezielte Exekution") zu beschreiben, auch weil "assasinations" (Erschießen von politischen Gegnern) nach britischem Recht illegal sind, nicht aber "targeted killings" (z.B. "Erschießen von einem Geiselnehmer durch die Polizei").

Wenn aber die Wortwahl in bestimmten Fällen kleinkariert bis auf den letzten Buchstaben vorgeschrieben werden kann (sich jemand also die Mühe macht, alle Journalisten hier offiziell im Gleichschritt marschieren zu lassen), existieren sicher auch offizielle Inhaltsvorgaben, die nahe legen, was, wann, wie und wo publiziert wird, und was eben nicht. Derartige Informationen, Empfehlungen und Vorgaben (die natürlich offiziell immer abgestritten werden) sind aber nichts Anderes als eine Zensur und damit Kontrolle.

Oft ist noch nicht einmal ein Hinweis notwendig. Die Zensur findet oft automatisch in den Köpfen der Redakteure statt, ganz einfach, weil nur der Journalist zum Redakteur aufsteigen kann, der bereits die "richtige Gesinnung" unter Beweis gestellt hat oder annimmt. Selbst Tatsachen müssen so oft des lieben Friedens (oder der Karriere wegen) ignoriert bleiben oder passen nicht in die politische Weltsicht und/oder werden so "unterbewusst" als "unwichtig" abgelegt.

Es ist allgemein bekannt, dass bestimmte Themen nur Ärger bringen und der Karriere schaden können. Folglich werden diese Themen ignoriert oder erst dann publiziert, wenn sich gefahrlos auf andere Meinungsmacher (z.B. CNN, New York Times, Spiegel etc.) als Quelle berufen werden kann. Berichten aber weder CNN, New York Times oder der Spiegel, riskiert kaum ein "kleiner" Redakteur eine eigenverantwortliche Veröffentlichung eines fraglichen Themas. M.a.W.: Wer die wenigen Meinungsmacher kontrolliert, kontrolliert oft auch den Rest der Medien.

Jeder (Massenmedien-)Journalist begeht beruflichen und gesellschaftlichen Selbstmord, wenn er sich nur der Gefahr aussetzt, als "Antisemit" gebrandmarkt zu werden (was von vielen mit "Neo-Nazi" gleichgesetzt wird und wer will schon mit diesen Chaoten identifiziert werden?). Wie schnell das geht, beweist der russische Politiker Vladamir Zhirinovsky, der nur darauf hinweisen musste, dass die russischen Medien, Banken und zahlreiche andere Staatsinstitutionen von Juden dominiert werden. Das ist nichts Neues und auch im Rest der Welt (insbesondere den USA) eine leicht überprüfbare Tatsache. Trotzdem wurde er sofort als Antisemit gebrandmarkt.

Wo ist das Problem? - Warum darf niemand darauf aufmerksam machen, wer die wichtigen Posten hält, ohne seine Karriere zu ruinieren? - Und: Warum soll niemand wissen, wer die Zügel wirklich hält? - Ist jemand ein Frauenhasser, nur weil er weiß, dass Frauen sehr einflussreich sind, da 50% aller Wähler Frauen sind?

[S82] Nur weil jemand erkennt, dass einige Juden sehr einflussreich sind, muss er deswegen doch kein Judenhasser sein. Im Zeitalter der "Meinungsfreiheit" muss eine solche Feststellung doch tolerierbar sein oder die hoch gelobte und demokratisch wichtige "Meinungsfreiheit" ist nur gut gemachte Illusion, die sofort zusammenbricht, wenn tatsächlich eine unabhängige, also außerhalb der unsichtbar gesteckten Grenzen gefundene Meinung geäußert werden soll. Ist jemand z.B. ein Lehrerhasser, nur weil er öffentlich darauf aufmerksam macht, dass ein Großteil der Abgeordneten im Bundestag arbeitslose Lehrer sind? - Kaum, denn zur "Meinungsfreiheit" gehört es eben, Lehrer nicht mögen zu müssen, auch wenn viele MdBs, die ohne ihren Posten nur arbeitslose Lehrer wären, ihren Posten auf keinen Fall gefährden wollen (und sich so Druck und Kontrolle ausliefern, anstatt "unabhängig" oder "nach besten Gewissen" zu entscheiden). Niemand verliert als "Lehrerhasser" seinen Job, insbesondere nicht, wenn die Fakten stimmen.

Wenn aber jeder Journalist damit rechnen muss, seine Karriere zu riskieren, sobald ihm Antisemitismus vorgeworfen wird (keine Beweise nötig), ist keine objektive Berichterstattung mehr möglich, d.h. der Journalist kann jederzeit "mundtot" gemacht und damit kontrolliert werden - oder er verliert seinen Job und so auch sofort den Zugang zu seinem Publikum, m.a.W.: niemand liest oder sieht seinen Bericht. Wer aber die Journalisten kontrolliert, kontrolliert die Informationen der Massenmedien und damit die Meinung der Massen und so auch den vollständigen demokratischen Prozess. Schließlich gewinnt die Mehrheit (und das ist immer die Masse) die Wahl. Die entscheidende Frage lautet also:

Werden wichtige Informationen tatsächlich einseitig
unterdrückt und ignoriert (und so kontrolliert)?


Sehen Sie selber:

- Ein konkretes Beispiel: "Kriegsverbrecher" und "Menschenrechtsverletzter" sind nicht nur in den letzten Jahren immer ein beliebtes Medienthema. Sie können sich sicher noch an Menschenrechtsverletzer Pinochet und Kriegsverbrecher Milosevic erinnern. Insbesondere die Ermittlungen gegen Pinochet machten wochenlang Schlagzeilen, obwohl doch eigentlich jeder unschuldig ist, bis ein Gericht die Schuld anhand von Beweisen eindeutig bestätigen kann.

Das Gerichtsverfahren wurde zunächst wegen seiner möglichen diplomatischen Immunität verzögert. Trotzdem bleiben die Anschuldigungen und Schlagzeigen in den Medien nicht aus. Auch musste Rentner Pinochet die Ermittlungen zunächst in einem britischen Gefängnis abwarten. Jeder konnte sich plötzlich wieder an die Terrortaten und den Folterhorror erinnern. Jedes kleine Ermittlungsverfahren gegen einen Dritte-Welt-General oder Geheimdienstchef, z.B. Montesino in Peru, wird von den Medien breitgetreten. Selbst die Verhaftung von verdächtigtem Nazi-Fußvolk, z.B. ein angeblicher Wachtposten in einem KZ oder ein KZ- Buchhalter, bringt weltweite Schlagzeilen, genau wie Schmierereien von primitiven Neo Nazis auf jüdischen Friedhöfen. Nun, das ist alles bekannt und kann jederzeit in den täglichen Nachrichten bestätigt werden. Vergeht auch nur eine Woche, in denen Sie nicht von den Medien an die Schandtaten der deutschen Vergangenheit erinnert werden? Anfang Juli 2001 entschloss sich ein belgischer Staatsanwalt gegen Israels Staatschef Ariel Sharon wegen Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen zu ermitteln. Der Vorwurf: Unter dem Kommando von General Sharon wurden im September 1982 über 700 palästinische Flüchtlinge in Beirut/Libanon abgeschlachtet. Einige Schätzungen gehen sogar von 2.000 Opfern aus. Frauen, Kinder und Senioren wurden unter dem israelischen Kommando gefoltert, vergewaltigt und zerstückelt. Niemand bestreitet diese Maasacker (selbst Israel nicht), nur will sich Sharon dafür nicht verantwortlich fühlen. Die Verantwortung eines kommandierenden Offiziers für die Schandtaten seiner Truppen ist aber spätestens seit Nürnberg juristisch etabliert.

Die Ermittlungen fielen mit dem Europa-Besuch von Sharon zusammen. Die belgische Regierung distanzierte sich von ihrem Staatsanwalt. Die deutsche Regierung kritisierte lieber vorsichtig israelische Siedler, die sich in palästinensischen Gebieten niederlassen, um sich dann von der Armee "beschützen" zu lassen, und so den Palästinensern de facto das Land wegnehmen. Da Israel aber wegen des Holocaust ein Recht auf "Selbstverteidigung" habe, könne man da auch wohl nichts gegen machen.

[S83] EU-Wirtschaftssanktionen wurden von Rolex Joska, dem grünen Umweltschutz- und Menschenrechts Verteidiger, ausdrücklich abgelehnt. Hat er etwa Angst, dass der Mossad oder die CIA (wieder?) in seiner Vergangenheit rumkramt und andere "Peinlichkeiten" den deutschen Medien zuspielt, die die grüne Maßanzugkarriere kosten könnten? – Wir wissen es nicht. Und genauso wenig werden sich natürlich Beweise für derartige Manöver finden lassen. Oder reichte der israelische Hinweis auf die vergangenen Leiden bereits aus?

Wie angenehm, wenn jede Kritik mit einem Schlagwort wie auf Kopfdruck ausgeschaltet werden kann. Es gibt Kritiker (z.B. in Syrien), die werfen Israel vor, direkt am Holocaust zu profitieren: Hätte es keinen Holocaust gegeben, wären die Israelis gezwungen gewesen, einen zu erfinden (meinen die Syrer). Denn nur so konnten Staatsgründung, Multi- Milliardenunterstützungen aus Deutschland und den USA sowie die ständigen Terrortaten und Kriege gerechtfertigt werden. Nicht umsonst landet daher jeder, der den Holocaust öffentlich anzweifelt, in Deutschland nicht nur im Knast*, sondern begeht wie in allen westlichen Nationen sofort gesellschaftlichen und beruflichen Selbstmord.

* Wer die offizielle Geschichtsschreibung betr. des Holocaust öffentlich nur anzweifelt (auf Bestreben des Zentralrates der Juden ist seit 1994 keine Volksverhetzung mehr nötig, ein Zweifel reicht), kann in Deutschland bis zu fünf Jahre in den Knast gehen (StGB 130 Abs. 3).
Darf der Holocaust aber nicht mehr angezweifelt werden, wird er untastbar, etwas, an das anständige Menschen nicht nur glauben, sondern alle unter Strafandrohung glauben müssen (auch, wenn sie den Holocaust nicht selber erlebt haben, keine Augenzeugen sind und sich daher auf die Berichterstattung Dritter verlassen müssen). Der Holocaust wird so etwas Heiliges, ein unantastbarer Gott. Nein, etwas, das höher steht als Gott, denn an Gott muss niemand glauben, wenigstens nicht unter "gebildeten" Menschen. Niemand wird im Moment wegen Ketzerei verbrannt, aber im Gefängnis muss der Holocaust-Zweifler büßen. Die Geschichte wiederholt sich, und niemand merkt es. Um Missverständnisse auszuschließen: Der Autor fragt sich, ob es Sinn macht, die offizielle Geschichtsschreibung mit Strafgesetzen schützen zu wollen. Eine Wertung der offiziellen Geschichtsschreibung in Deutschland nimmt er nicht vor.


Auch das Argument "Selbstverteidigung" ist schön und gut. Das ist ungefähr so, als ob Sie sich bei Ihrem Nachbarn im Garten niederlassen, dort Ihr Zelt und Ihren Grill aufstellen, um dann damit anzufangen, ein Fundament für ein Haus zu buddeln. Wenn Ihr Nachbar Sie auffordert zu verschwinden, weigern Sie sich. Wird er aggressiv und brüllt Sie an, fühlen Sie sich angegriffen und beleidigt. Droht er Ihnen dann mit ein paar Steinen und einem Knüppel, holen Sie Ihr Maschinengewehr aus dem Zelt und knallen ihn ab. Selbstverteidigung. Im Fernsehen wird dann später gezeigt, wie Ihr Nachbar Ihnen mit dem Knüppel droht. Und die ganze Welt weiß: Ihr Nachbar ist ein ganz gefährlicher, gewalttätiger Mann. Sie hatten keine andere Wahl. Ihre Urgroßeltern haben schließlich genug gelitten... Sie ziehen in das Haus ihres Nachbarn, das nach einigen Wochen rechtmäßig Ihnen gehört. Sie haben schon immer dort gelebt.

Die belgischen Ermittlungen und Vorwürfe gegen Sharon wurden von den EU-Politikern allgemein ignoriert. Viel interessanter ist, wie die Menschenrechtsschützer und Medien auf die Ermittlungen gegen Sharon konkret reagierten. Schließlich wäre jeder altersschwache Nazi wegen geringerer Vorwürfe um die Welt gejagt worden, immer begleitet von dicken Schlagzeilen in jeder Zeitung, in jeder Nachrichtenshow, um dann schließlich von Zeugen, die ihn seit fast 60 Jahren nicht mehr gesehen haben, eindeutig als schuldig identifiziert zu werden, obwohl jeder Jurist weiß, wie unzuverlässig Augenzeugen sind.

Schließlich darf vieles als Belastungsbeweis gelten, wenn es sich um verdächtigte Naziverbrecher handelt. Wohl auch, weil die Verurteilung eines Nazis immer die Karriere fördert (und ein Freispruch diese aber ruinieren kann, unabhängig davon, wie unschuldig der angebliche Nazi auch sein mag). Auch wäre jeder andere "Dritte-Welt"-Politiker bis zur Klärung der Angelegenheit wie Pinochet erst einmal festgehalten oder zumindest nicht mit allen Ehren empfangen worden. Aber wie reagierten die Medien und Menschenrechtsschützer im Fall Sharon?

Nach einem kurzem Artikel unter "ferner liefen" in der "Washington Post", in der von dem Ermittlungsverfahren des belgischen Staatsanwaltes berichtet wurde, herrschte absolute Funkstille. Nichts auf CNN, nichts mehr in der Washington Post und schon gar nichts im "Stern", "Focus", "Spiegel", [S84] von dem es - wie auch bei dem Rest der deutschen Medien - sonst nur ganz selten eine Ausgabe gibt, in der nicht irgendwo und irgendwie an Kriegsverbrechen und Holocaust erinnert wird. In den USA machte stattdessen das Verschwinden der Praktikantin Chandra Levy (nicht Levinsky), die mit einem Kongressabgeordneten eine Affäre gehabt haben soll, dicke Schlagzeilen. In Deutschland wurde sich auf den Selbstmord von Hannelore Kohl konzentriert.

Mittlerweile wurde das Verfahren gegen Sharon eingestellt. Wer hätte das gedacht? - Grund: Sharon könnte nicht zum Prozess nach Belgien reisen und ein Verfahren in seiner Abwesenheit sei nicht möglich. Da niemand von dem Verfahren weiß, muss auch kein juristischer Grund gefunden werden, es einzustellen. Eine dumme Ausrede reicht...

Im Juli 2003 wurde dann das "peinliche" Gesetz von der neu gewählten belgischen Regierung ganz abgeschafft: Jetzt darf in Belgien nur jemand verurteilt werden, wenn Täter oder Opfer in Belgien leben.

Komisch auch: In deutschen Medien wird Sharon immer Scharon geschrieben. Soll das zusätzliche "c" seinen Namen eindeutschen und so deutscher, vertraulicher werden lassen? - Soll er für die Deutschen "einer von uns" werden? - Siehe auch: Israels Teilnahme bei europäischen Sportveranstaltungen.

Das Medien-Black-out im Fall Sharon ist leider kein Einzelfall, sondern deutet eine deutsche Massenmedien-Regel an: Am 09. Juli 2004 wurde die israelische Mauer ("Sicherheitszaun") vom Weltgerichtshof für illegal erklärt. Als gut informierter Spiegel-Leser sollen Sie von diesem Urteil nichts erfahren und können so nicht wissen, dass das "heilige Land" Gesetze verletzt und Urteile der UNO und des Weltgerichtshofes straffrei ignorieren darf. Der Spiegel (und ein Großteil der deutschen Medien einschließlich Focus & Stern) hat das für Israel sehr negative Urteil gleichgeschaltet verschwiegen oder so tief unter "ferner liefen" versteckt, dass es mir nicht aufgefallen ist, und so vielen anderen Lesern wahrscheinlich auch nicht... Lediglich der Hinweis auf eine Kritik Sharons an dem "Bericht" (wie Spiegel Online das Urteil nennt) des Weltgerichtshofes wurde von Spiegel Online auf zwei Zeilen - ohne jede weitere Erklärung- in einem kurzen PLO- Bombenartikel versteckt.

Erst als am 20.07.2004 die UNO das Urteil mit 150 zu 6 bestätigt und selbst CNN berichtet, finden sich kleinere Artikel in der FAZ und der WELT (22.07.2004), die aber nicht die Schandtaten von Israel verurteilen, sondern größtenteils dem israelischen UNO-Botschafter Gelegenheit geben, die Abstimmung der UNO, der EU und insbesondere Frankreichs und Deutschlands, das sich normalerweise bei Abstimmung bezüglich Israel enthält, zu kritisieren. Im "Spiegel", "Focus" und "Stern" wird auch die UNO Abstimmung nicht erwähnt. Sind die "großen" deutschen Nachrichtenmagazine nun Israel hörig, feige, untertänig und gleichgeschaltet oder ist der Blackout ein Versehen oder Zufall? Sie entscheiden!

Wie lässt sich diese Zensur der "freien" Medien anders
erklären als mit diskreter Kontrolle?


Aber das ist nur meine Meinung, und ich könnte voll daneben liegen... Sie entscheiden:

- Ein weiteres Beispiel ist der Mediendruck auf die Schweizer Banken ab 1995. Sie erinnern sich: Die Schweizer Banken sollten jüdische Flüchtlinge und Opfer entschädigen, die Vermögenswerte in den Banken deponiert hatten, um diese vor den Nazis zu schützen. Auch hätten die Banken die Plünderaktionen der Nazis unterstützt. Da Sie wahrscheinlich kein CH- Banker im Zweiten Weltkrieg waren, können Sie die "Fakten" wahrscheinlich nur aus dem "Spiegel", der Tagespresse und dem Fernsehen kennen. Ohne die ständigen Falschinformationen der Medien, der Verbreitung von OSS (Vorgänger der CIA) Gerüchten und übertriebenen Schlagzeilen, wäre es nie möglich gewesen, den Schweizern einen Schuldkomplex einzureden und sie gleichzeitig weltweit mit einem negativen Image zu belegen.

Folge: Die in den USA stark engagierten Schweizer Banken mussten hohe Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Beschlagnahme von Vermögenswerten in den USA (z.B. Beteiligungen, Filialen etc.) zur Sicherung [S85] von Ansprüchen aus privaten Schadensersatzverfahren sowie ein vollständiger wirtschaftlicher Boykott wären sehr wahrscheinlich.

Die einzige Möglichkeit, diese Hetzkampagne zu beenden, war es, unschuldig oder nicht, den Forderungen des Jüdischen Weltkongresses u.a. nachzugeben und zu zahlen.

Oder wie wusste Gregg Richman:
"Die Schweizer Bankiers mussten sich im Gericht der öffentlichen Meinung verantworten, wo wir die Agenda bestimmen. Die Bankiers waren uns ausgeliefert und angenehmerweise stellten wir Richter, Jury und Vollstrecker."

Oder Rabbi Singer vom Jüdischen Weltkongress:
"Was die Banken am Wenigsten brauchen können, ist schlechte Publicity. Und wir werden diese solange bringen, bis die Banken sagen: "Genug, wir wollen einen Kompromiss..."".

Wenn ein Vertreter des Jüdischen Weltkongresses öffentlich zugeben kann, die Agenda der öffentlichen Meinung zu bestimmen, und Richter, Jury und Vollstrecker zu stellen sowie solange gewünschte Publicity bringen zu können, bis ein vom Jüdischen Weltkongress gewünschtes Ziel erreicht ist, muss ich mich hier nicht mehr poetisch hin- und her winden, um möglichst sachlich zu vermitteln, wer die westlichen Medien voll unter Kontrolle hat. Die Zitate von Gregg Richmann und Rabbi Singer (übersetzt aus "The Holocaust Industry", UK-Ausgabe) verraten es Ihnen. Schwarz auf weiß. Weiterer Kommentar ist eigentlich überflüssig. Meiner Meinung nach beweist Ihnen auch die Praxis täglich die Medienkontrolle:

Nachdem so vom Jüdischen Weltkongress mit Hilfe von Mediendruck die Schweizer abkassiert worden waren, war die deutsche Wirtschaft dran. Dann die Österreicher, die Polen und die Holländer...

Anstatt nun Deutschland alleine für Schandtaten verantwortlich zu machen, wird die Schuld einfach auf andere Staaten ausgedehnt, bis die gesamte Welt (und insbesondere die EU) plötzlich ein schlechtes Gewissen hat - und zahlt. Der italienische Senator Marcello Pera formulierte es zum 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz vor der UNO wie folgt: "Wie war es möglich, dass Europa, auf dem Höhepunkt seiner Zivilisation, solche Verbrechen begehen konnte? Wie konnten Nazi-Deutschland, das faschistische Italien, das kollaborierende Frankreich und andere für ein derartiges Massaker verantwortlich werden?" (Liberation of Auschwitz, Agencies, 26.01.05).

Diverse Schadensersatzprozesse in wirklich unschuldigen EU-Staaten, wie z.B. den Niederlanden, die ja von Deutschland besetzt worden waren, bestätigen diese Tendenz. Dass 20.000 Holländer Tausenden von Juden das Leben retten konnten, weil sie diese unter höchster Gefahr und Opfern vor den Nazis versteckten und durchfütterten (siehe z.B. Anne Franks Vater) wird vergessen.

Selbst die Polen sollen sich jetzt plötzlich für Massaker unter der Nazi-Besetzung entschuldigen. Nicht die Nazis, sondern die Polen selber hätten 1.600 Juden 1941 in Jedwabne abgeschlachtet.

Auch sollen 50% aller Kunstgegenstände in den USA eigentlich jüdischen Flüchtlingen gehören... und wenn Sie die Kunststory nicht glauben wollen, sind Sie wohl ein wahnsinniger Antisemit...

Selbst wenn wir die Äußerungen der Jungs vom Jüdischen Weltkongress vorsichtig als Prahlerei und euphorische Siegesfreude diskontieren wollen ("So was sagt man schon mal im Eifer des Gefechts..."), beweisen die Fakten die enorme Machtkonzentration des Jüdischen Weltkongresses. Schweizer Banken und deutsche Wirtschaft haben Milliarden gezahlt, nicht weil sie sich schuldig fühlten, sondern um negative Publicity abzuwenden. Sowohl Schweizer Banken und deutsche Wirtschaft, beide ja nicht die Ärmsten, verfügen aber über ausreichend Finanzmittel und weltweite Macht, um auch US-Medien beeinflussen und so negative Publicity unterdrücken zu können. Offensichtlich war der Einfluss der Schweizer Bankiers bzw. der deutschen Wirtschaft aber nicht groß genug, um es mit dem Jüdischen Weltkongress aufzunehmen. Daraus folgt: Der Jüdische Weltkongress hat einen stärkeren Einfluss auf die Medien als die Schweizer Bankiers und die deutsche Wirtschaft. Die (obigen) Aussagen von Gregg Richmann und Rabbi Singer sind zutreffend.

[S86]
Aber das ist noch nicht alles…

- Am 10. Mai 1996 publizierte Ha'aretz, die ..."älteste und anspruchsvollste Zeitung Israels"..."die nicht nur eine Wahrheit kennt" ...und "auch in Zeiten der höchsten Anspannung die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit über die Israelis, aber auch über die Palästinenser und deren Lebens- und Leidenssituation berichtet..." (WELT 26.10.02) einen sehr aussagekräftigen Artikel.

In der Kolumne von Ari Shavit konnten Sie "die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit" lesen:

"Wir (Israelis) glauben mit absoluter Sicherheit, dass nun, mit dem Weißen Haus und dem Senat in unserer Hand zusammen mit dem Pentagon und der New York Times, die Leben (von Arabern) nicht so viel zählen wie unsere Leben. Deren Blut zählt nicht soviel wie unser Blut. Wir glauben mit absoluter Sicherheit, dass nun, seit wir AIPAC und (Edgar) Bronfman und die Anti-Defamation League haben und Dimona und Yad va-Shem und das Holocaust Museum, wir wirklich im Recht sind, 400.000 Menschen vorschreiben zu können, dass sie ihre Häuser in spätestens acht Stunden zu verlassen haben und geflohen sein müssen, die wir dann wie militärische Ziele behandeln werden. Und wir haben das Recht 16.000 Bomben auf deren Dörfer, Städte und bewohnten Gebiete regnen zu lassen. Wir haben das Recht zu töten ohne jede Schuld."

AIPAC: mächtige Israel-Lobby in den USA. (Edgar) Bronfman: Alkohol- und Medienzar - s.o. Anti- Defamation League ADL: kämpft gegen Antisemitismus bzw. übt mit Antisemitismus-Vorwurf Druck aus. Dimona: Atomraketenbasis

Die Kolumne wurde am 27. Mai 1996 auch von der New York Times veröffentlicht, wohl um auch den "intellektuellen" Lesern ganz klar zu machen, wer in den USA das Sagen hat. Der Text wurde leicht geändert. Gestrichen wurde die Passage von AIPAC, über Bronfman, ADL, Dimona, Yad va-Shem einschließlich dem Holocaust Museum. Vielleicht, weil der durchschnittliche Amerikaner mit den Bezeichnungen und Abkürzungen nicht viel anfangen kann, vielleicht auch, um nicht unbedingt darauf hinzuweisen, dass das "hilflose" Israel über Nuklearwaffen verfügt. Der Text in der New York Times ließt sich nun:

"Wir (Israelis) glauben mit absoluter Sicherheit, dass nun, mit dem Weißen Haus, dem Senat und einem Großteil der amerikanischen Medien in unserer Hand, die Leben (von Arabern) nicht so viel zählen wie unsere Leben. Deren Blut zählt nicht soviel wie unser Blut. Wir glauben mit absoluter Sicherheit, dass wir wirklich im Recht sind, 400.000 Menschen vorschreiben zu können, dass sie ihre Häuser in spätestens acht Stunden zu verlassen haben und geflohen sein müssen, die wir dann wie militärische Ziele behandeln werden. Und wir haben das Recht 16.000 Bomben auf deren Dörfer, Städte und bewohnten Gebiete regnen zu lassen. Wir haben das Recht zu töten ohne jede Schuld."

Ich habe den Ha'aretz-Text und die Hinweise auf den geänderten New York Times-Text Noam Chomskys "World Orders" (ISBN 0-7453-1320-5, Epilog: Middle East Diplomacy, Kap 7, Border Picture, Seite 293/294) entnommen. Ich habe die Passagen unterstrichen. Hinweis: Noam Chomsky ist ein jüdischer Universitätsprofessor in den USA.

Auch hier ist eigentlich jeder weitere Kommentar überflüssig.

Vielleicht ist der Text ironisch gemeint? - Dann muss er ganz anders interpretiert werden: Er könnte eine Anklage des israelischen Terrors und weltweiter Einschüchterungstaktiken mit "Holocaust"-Erinnerungen und "Antisemit"-Vorwurf sein. Aber dann wäre der Artikel ein israelisches Terror- und Schuldeingeständnis. Das ist aber, da es natürlich keinen israelischen Terror gibt und Israel immer aus Notwehr handelt, unwahrscheinlich. Zudem ändert es nichts an den geschilderten Machtverhältnissen in den USA.

[S87] Ganz deutlich wird auch hier wieder, dass sich israelische Interessen - genau wie die Jungs vom Jüdischen Weltkongress (oben) - nicht mal mehr die Mühe machen, die de facto Kontrolle des Weißen Hauses, des Senats, des Pentagons (US-Verteidigungsministerium), also der US-Regierung (und so auch deren Unterabteilungen wie CIA, FBI, NSA, IRS (Finanzamt) etc.), und eines Großteils der US-Medien (New York Times und Bronfman Medienimperium) sowie die garantierte Ausschaltung jeder Kritik durch "Holocaust" (Maulkorb Auschwitz) und Anti-Defamation League (Vorwurf: Antisemit) und jederzeit bringbarer Publicity (Hetzkampagnen), zu vertuschen. Dies ist insbesondere von Bedeutung, da in Israel die Presse staatlich zensiert wird und die Öffentlichkeit nichts erfährt, das sie nicht erfahren soll. Der Text kann also nicht "zufällig" durchgerutscht sein, um dann "zufällig" auch von der sehr Israelfreundlichen "New York Times" umformuliert und gedruckt zu werden. Der Text wurde ganz bewusst publiziert, um zu zeigen, wer die Fäden tatsächlich in der Hand hält.

Glaubt man dem sehr interessanten Artikel "Who runs USA?" (www.abbc.net), der u.a. eine Namensliste der wichtigsten US- Mediengrößen, US-Bürokraten und US-Botschafter enthält, ist auch die folgende Äußerung von Israels Staatschef Ariel Sharon am 3.1 0.2001 keine Überraschung mehr:

"Every time we do something you tell me America will do this and will do that . . . I want to tell you something very clear: Don't worry about American pressure on Israel. We, the Jewish people, control America, and the Americans know it."

Was auch US-Senator William Fulbright bestätigt: "Israel controls the United States Senat" (Israel kontrolliert den US Senat).

Wer Fulbright nicht glauben möchte, besuche (www.opengov.us). Diese Website verrät neben Religion und Ausbildung etc. pp. u.a. auch die finanziellen Sponsoren der bekanntesten US-Politiker und Bürokraten sowie interessante Hintergrundinformation zu bestimmten US-Projekten. Wer wird es wagen, z.B. Israel zu kritisieren, wenn die politische Existenz von Goldmann Sachs-Wahlkampfspenden abhängig ist (wie z.B. bei Senatorin und Ex-First Lady Hillary Clinton), von hoch dotierten Buchverträgen und Antisemitismusvorwurf-Angst einmal abgesehen?

Und wie denkt Medienkönig Rubert Murdoch? Wir wissen es bereits. Er spricht gerne von "my faith and News Corporation's faith in the integrity and worthiness of the Zionist undertaking" (Kissing The Boots Of A Media Goliath by Norman Solomon, Creators Syndicate).

Eigentlich nichts Neues: "Die Propaganda ist (in den USA) vor allem in jüdischen Händen, ihnen gehören fast zu 100% das Radio, der Film, die Presse und die Zeitschriften..." (aus einem Bericht des polnischen Botschafters in den USA, Potocki, an seine Regierung in Warschau, 12.01.1939). "Natürlich gibt jeder Bürger seine Stimme ab, und er denkt dabei, dass er für den, den er will, stimme. Wir jedoch wissen, dass er für den, den wir wollen, stimmt. Das ist das heilige Gesetz der Demokratie." (aus "Die Traumfabrik" (1931) von Zionist Ilja Ehrenburg zitiert in "Wussten Sie schon..?", Johannes Rothkranz; S. 22).

In seinem Buch "Das jüdische Paradox" (Köln 1978, Seite 211) berichtet Nahum Goldmann, Chef des Jüdischen Weltkongresses von 1938 bis 1977 und von 1956 bis 1968 zugleich Präsident der Zionistischen Weltorganisation, über ein Treffen zwischen US-Präsident Roosevelt und jüdischen Führern: "Das Auto hielt vor der Terrasse, und bei unserem Anblick sagte Roosevelt: "Sieh da, Rosenmann, Stephen Wise und Nathum Goldmann bei einer Diskussion! Macht nur weiter, Sam wird mir am Montag sagen, was ich zu tun habe." Sein Wagen fuhr an, und Roosevelt ließ ihn noch einmal halten, um uns zuzurufen: "Könnt Ihr Euch vorstellen, was Göbbels dafür gäbe, ein Foto dieser Szene zu bekommen: Der Präsident der Vereinigten Staaten empfängt Verhaltensmaßregeln von den drei Weisen von Zion."

Nur, wenn Malaysias Premier Mahathir Mohamed am 17.10.03 öffentlich behauptet "Israel controls the world by proxy. They get others to fight and die for them"" (Israel kontrolliert die Welt mit Hilfe von Stellvertretern/Treuhändern. Sie lassen andere für sich kämpfen und sterben) dann kann er nur ein Antisemit sein, der "wacko" und "hateful"- statements (verrückte und hasserfüllte Erklärungen) von sich gibt (meint CNN am 20.10.03), und sich entschuldigen muss. Es kommt zu einer "weltweiten Entrüstung" [S88] (CNN), angeführt von den Amerikanern und Briten, die sogar den malaysischen Botschafter in London vorladen und rügen, und so ungewollt die Aussage von Mahathir bestätigen. Beweis: Wer würde sich aufregen, wenn ein Politiker eines kaum bekannten Landes behaupten würde, Dänemark kontrolliere die Welt?

Wer aber einen Großteil der US-Medien, den US-Senat und das Weiße Haus und damit de facto die USA kontrolliert, kontrolliert auch die Welt, weil

  1. die USA finanziell und politisch in der UNO de facto das Sagen haben. Wenn die USA sich weigern, ihre Schulden an die UNO zu zahlen, ist die UNO pleite, und damit nicht mehr funktionsfähig. Jeder für die USA (oder Israel) negative Beschluss kann zudem über das Vetorecht der USA im UN Sicherheitsrat sabotiert werden, d.h. die USA (und Israel) müssen außer heißer Luft keine Kritik bzw. Sanktionen der UNO fürchten, unabhängig davon, wie viele andere Nationen mit den US- oder israelischen Maßnahmen nicht einverstanden sind (z.B. Irak-Invasion 2003 oder Sharons Sicherheitszaun: 144 Nationen sehen Menschenrechtsverletzung, 4 nicht (zwei davon Israel und USA) und 14 Enthaltungen). Die USA (und Israel) können also de facto konsequenzlos machen, was sie wollen, und handeln auch entsprechend. Und wann haben die USA das letzte Mal zum Nachteil von Israel gestimmt?

  2. es keine Nation gibt, die sich den USA, der stärksten Militär- und Nuklearmacht der Welt, langfristig erfolgreich widersetzen könnte, und

  3. CNN, Reuters, Associated Press, United Press International, New York Times, Washington Post, Hollywood (und der Rest der US-Beeinflussten Massenmedien) in der "zivilisierten" Welt der "internationalen Gemeinschaft" mehr Glaubwürdigkeit genießen, als ein einsamer Kritiker, den keiner kennt, an der Straßenecke oder im Internet. Jede noch so irrationale Lüge kann so jederzeit als "Wahrheit" in die Köpfe der Masse gepflanzt werden. Selbst ein Nuklear-Erstschlag der USA könnte weltweit mit einem "alten, kaputten Nuklearreaktor, wohl noch aus UdSSR- Beständen, der explodiert ist", erklärt werden. Beweise sind nicht nötig und werden auch überhaupt nicht mehr verlangt. Wird etwas ausreichend lange wiederholt, wird es zur "Wahrheit". Das weiß doch jeder... Und sollte es wirklich Fakten geben, die sich nicht einfach ignorieren lassen, wird jede weitere Diskussion der Angelegenheit einfach gesellschaftlich oder gesetzlich verboten. Funkstille.
(Während es bei den Nazis verboten war, den "Feindsender" BBC zu hören, nutzen heute nur "Verschwörungstheoretiker", "Konspirationsfanatiker", "Extremisten" und "Verrückte" alternative Informationsquellen im Internet. "Anständige" Menschen interessieren sich für so was nicht...)  ..weiterlesen

(Ende Kapitel 4 von 10)

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